The Future of Mobility
re;publica 2019


Ein Speculative Design/Future Thinking- Workshop vom Berliner Ideenlabor auf der re;publica 2019



Diskussionen
anregen.
Reaktionen provozieren.


May 10, 2019
Speculative Design is an experimental design approach, used to sketch alternative futures in order to explore potentials of the future.

Am 6., 7. und 8. Mai 2019 fand die 13. Ausgabe der re:publica Konferenz in der STATION Berlin statt, auf der wir mit Wilhelm Rinke und Julie Reindl als Berliner Ideenlabor einen Vortrag und interaktiven Workshop zum Thema »Mobility & City« gehalten haben. Im Ideenlabor beschäftigen wir uns als human-centered Designer mit Produkten, Services und Strategien, die auf Nutzerbedürfnissen im Heute & Hier basieren. In unserer täglichen Arbeit begegnet uns aber auch häufig die Frage, wo es in Zukunft hingehen soll. Die Zukunft ist für jeden von uns, als Persönlichkeit, aber auch für Teams und Organisationen mit Risiken und Unsicherheiten verbunden. Deshalb haben wir einen Prozess gestaltet, mit dem wir euch auf die Reise in die Zukunft nehmen: Welcome to the future mit Spekulativem Design.
Einführung: Das Projekt »Where to go«
The Future of Mobility
Am Beispiel des Projektes »Where to go«, haben wir Spekulatives Design als anwendbare Innovationsmethode für das Berliner Ideenlabor angepasst.. Wir haben ein greifbares Format geschaffen, das wir in unseren Projekten mit unseren Partnern einsetzen. Eine spannende Möglichkeit, die aktive Gestaltung der Zukunft in der Unternehmenspraxis anzuregen und um unsere Partner in ihrer Zukunftsfähigkeit zu unterstützen.

Unsere Start-Hypothese im Projekt lautete: Mittels Spekulativem Design können wir mögliche Zukunftsbedürfnisse ableiten, denn die Arbeit mit oder zur Zukunft basiert immer auf Annahmen:
In einem ko-kreativen Backcasting Prozess werden drei Artefakte kreiert. Zwischen den einzeln ausgearbeiteten Artefakten liegt immer ein User Research. Mit jedem weiteren Artefakt rücken wir von dem Blick in die weite Zukunft näher in die Gegenwart, um Rückschlüsse für das Heute ziehen zu können. Wir bewegen uns mit unseren Artefakten von einem Macro-Szenario über einen Service bis zu einem Mirco-Produkt:
Macro-Szenario: Moving Parts
Service:
Dictyo Home
Micro-Produkt:
Next Senses
Zentrales Learning
Unser zentrales Learning im Projekt war: Mit spekulativen Artefakten können wir u. a., aber nicht ausschließlich auf ZUKÜNFTIGE BEDÜRFNISSE SCHLIESSEN. Gleichzeitig können wir DISKUSSIONEN über die persönliche Zukunft von Menschen anregen und REAKTIONEN provozieren, die uns Rückschlüsse für die Zukunft unserer Arbeit ermöglichen.

Nachdem wir dem Publikum unsere Gedanken, Learnings und den Prozessverlauf präsentierten, zeigten wir ihnen das »Moving Parts«-Video, um sie in das Zukunftsszenario reinzuholen. In individuellen »Material-Wundertüten« fand jede Gruppe zwei Templates, die die zwei Schritte und Aufgaben des Workshops erklärten und ein besonderes Material (wie z. B. ein Stück Autogurt, eine Pflanze, Elektroschrott, Sand etc.) enthielten.

Schritt 1: TECTILE THINKING Die Teilnehmer sollten das Material erfühlen und ihre Assoziationen bzw. Gefühltes notieren. Was passierte, wenn sie es anfassten? Im Anschluss stellten wir ihnen die Frage: Wofür könnte das Material im »Moving Parts«-Szenario dienen?

Schritt 2: ARCHAELOGY OF FUTURE Aufbauend auf das Hineindenken in das »Moving Parts Szenario«, das Material und die Assoziationen dazu aus Schritt 1, leiteten die Gruppen mögliche Zukunftsbedürfnisse ab. Diese überführten sie in ein Artefakt, das diese Bedürfnisse in Form eines Produktes, eines Services oder eines neuen Szenarios erfüllen sollte.
In einer schnellen Prototyping-Session gestalteten die Gruppen ko-kreativ ihr Artefakt und stellten es den anderen Teilnehmern vor.
Wir sind immer wieder begeistert, welche anregenden Ergebnisse in kurzer Zeit entstehen. Alle Ergebnisse und eure Ideen zeigten: Auch, wenn das übergeordnete Thema »Autonome Mobilität« ist, regt das Projekt und Spekulatives Design dazu ein, unser Zusammenleben in der Zukunft zu gestalten, als aktiver Teil der Gesellschaft. Es bringt uns dazu, uns zu fragen: Welche Zukünfte möchte ich, welche möchte ich nicht? Es macht Diskussionen und Reaktionen möglich.

Wir wünschen uns, dass ihr Artefakte schafft, diese als Kommunikations-Anreger nehmt und mit – vielleicht auch unbekannten – Menschen ins Gespräch kommt zu einem Thema, das häufiger unseren Gesprächsstoff füllen sollte: Wünschbare Zukünfte.
Zukunftstrends
Das neue Kartenset vom Berliner Ideenlabor
Unser Trendkartenset erhaltet ihr in unserem Shop. Berichtet uns auch gerne, wie ihr die Trendkarten nutzt und welche Erfahrungen ihr damit gemacht habt – wir freuen uns über Feedback!

Neues aus
dem Labor
Neuigkeiten, Cases und spannende Einsichten
Eine Auswahl unserer internen Lieblingsprojekte, Vorträge und großen Würfe mit großartigen Partnern findet ihr hinter den folgenden Links. Noch mehr Einsichten ins Berliner Ideenlabor gibt es unter dem Menü-Punkt »Labor«.
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